"Unser großes Kapital sind die vielen Helfer"

Großreinemachen im Van-Ameren-Bad. Auch für die neue Saison viele Extra-Veranstaltungen geplant.

Von EZ-Redakteurin STEPHANIE SCHUURMAN Tel.:  89 00 44

"Das ist der Fluch der schönen großen Bäume." Gerrit Symens, der Vorsitzende vom Förderverein des Van-Ameren-Bades blickt auf den Grund des großen Schwimmbeckens. Es ist mittlerweile leergepumpt an diesem Sonnabendvormittag. 50 Helfer, bewaffnet mit Hochdruckreinigern, Schrubbern und Besen machen sich ans Werk. Schwarz-matschig kleben noch die verrotteten Überreste von Laub und anderem Unrat auf der Bodenfolie, und auch die Beckenränder sehen nicht gerade einladend aus. "Das kriegen wir aber in den Griff", kündigt Symens an. Jedenfalls müsse deshalb kein einziger Baum weichen.

Schäden in Grenzen
Es ist der Großreinemache-Tag des Fördervereins. Schließlich gilt es, alles für den Saisonstart am 5. Mai vorzubereiten. "Nicht nur der Dreck, auch die Schäden werden erst nach dem Wasserablassen richtig sichtbar", sagt Peter Kurzak , verantwortlich für die Technik im Bad - ehrenamtlich, versteht sich. Durch den Winterfrost abgesprungene Fliesen, vor allem im Außenbereich, Blasen und Undichtigkeiten in der Folie, die den Boden des Beckens bedeckt. Aber die Schäden halten sich noch in Grenzen, findet Kurzak. Bis Ende dieser Woche soll alles ausgebessert sein. Dann nämlich wird das große Becken wieder mit frischem Wasser gefüllt. Chlor muss beigemischt werden und die Wasserprüfung durch das Gesundheitsamt steht an. Nicht zuletzt muss das Wasser noch ordentlich aufgeheizt werden. Dabei schafft die Solaranlage das meiste. Nur wenn es noch wochenlang Bodenfrost gibt, wird es für den Eröffnungstermin am 5. Mai brenzlig. "Aber damit ist wohl nicht zu rechnen", gibt sich Kurzak zuversichtlich.


12.30 Uhr, große Mittagspause. Die ersten Putzwütigen klettern mit steifgefrorenen Fingern aus dem leeren Becken. Der kalte Wind und das viele Wasser, eine unangenehme Kombination. Aber heiße Erbsen- und Gulaschsuppe warten auf die Fleißigen. Anschließend wird weitergeschrubbt. Neben dem großen Becken sind auch am Kinderschwimmbecken die Spuren des langen Winters noch deutlich sichtbar. Unkraut muss aus den Fugen der gepflasterten Wege gekratzt und natürlich auch die Liegewiese in Ordnung gebracht werden. "Die Helfer sind unser großes Kapital", lobt Symens. "Die viele Arbeit wäre gar nicht bezahlbar." Und die Arbeit soll sich für die neue Saison lohnen: 100 000 Besucher stehen auf der Wunschliste des Vereins, dazu viele warme Tage mit Sonnenschein. Dann kommt auch wieder Geld in die Kasse für dringende Grundsanierungen und attraktive Anschaffungen. Im letzten Jahr kamen zu wenig Tagesgäste - deshalb gibt es jetzt "nur" ein neues Gummifloß für die Kleinen.

Viele Extras
Aber der Besucherrückgang war auch kein Wunder bei dem schlechten Wetter, wie beide meinen. An den Sonder-Veranstaltungen jedenfalls - und am Eintrittspreis (2,50 Euro), der auch diese Saison wieder nicht erhöht wird - könne es nicht gelegen haben. Davon sind auch in diesem Sommer wieder viele geplant. Wie gewohnt gibt es ab dem 5. August viermal Open-Air-Kino in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule. Am ersten Juli ist eine Veranstaltung geplant, bei der sich die zahlreichen Sponsoren des Bürgerbades präsentieren wollen, mit Live-Musikband und allem was dazu gehört. Viermal auch können Schüler im Rahmen der Ferienpass-Aktion ohne Eintrittsgeld schwimmen gehen, genauso, wie am Zeugnistag. Spiele rund ums Wasser planen die vier hauptamtlichen Schwimmmeister für den Kindertag. "Und was wir unbedingt wieder verstärkt machen wollen, ist Nachtschwimmen", kündigt Kurzak an. Aber auch dafür muss es lange, warme Sommer-Tage geben.

 

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